
Das Ansbacher Friedensbündnis (AFB) beteiligt sich an der bundesweiten Abstimmungsaktion der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK) über den Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Im Rahmen einer Info-Aktion an der Riviera in Ansbach will das AFB den Bürgern von Ansbach u.a. die Gelegenheit bieten, über diesen deutschen Krieg im Ausland abzustimmen.
Zu diesem Zweck wird das AFB an zwei Infoständen an der Riviera am Samstag, 21.11., von 11 bis 14 Uhr, sowie am Samstag, 28.11., von 11 bis 16 Uhr, die Bürger zur Wahl bitten: In dort aufgebauten Wahlkabinen können auch Sie sich für oder gegen den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan entscheiden! Zusätzlich bietet das AFB der Bevölkerung die Möglichkeit an, sich in Petitionslisten an die Wahlkreis-Abgeordneten Josef Göppel (CSU) und Rainer Erdel (FDP) einzutragen, um die beiden MdBs persönlich aufzufordern im Bundestag gegen die Verlängerung des "Afghanistan-Mandats" und für die Rückkehr der deutschen Soldaten zu stimmen.
Das AFB wird versuchen, die Wahlkabine mit Abstimmungsmöglichkeit auch an weiteren Orten Ansbachs zugänglich zu machen, etwa in gastronomischen Betrieben. Die Auszählung der Stimmen erfolgt öffentlich, voraussichtlich am 30. November 2009.




"Operation Franconian Freedom - Yes we can!" (OFF) startet
Wie das Ansbacher Friedensbündnis (AFB) mitteilt, beginnt am Montag, 20. April 2009, eine Mahnwachen-Aktion vor der Katterbacher U.S.-Kaserne anzulaufen, die den hier stationierten U.S.-Soldaten den sich verstärkenden Bürgerprotest nahe bringen will.
Zu diesem Zweck werden "Irak-Veteranen gegen den Krieg", die u.a. in Ansbach stationiert waren, Flugblätter mit Bezug "Militärischer Brennpunkt Ansbach/ Katterbach/ Illesheim" verteilen. Ebenso "GIs - know your rights"-Karten, die die U.S.-Soldaten über ihre Rechte aufklären. Das AFB betrachtet den einzelnen U.S.-Soldaten als Verbündeten bei der angestrebten Entmilitarisierung Ansbachs, da die Bevölkerung der USA laut aktuellen Umfragen die Schließung von U.S.-Militärbasen im Ausland mehrheitlich befürwortet.
OFF: U.S.-helicopterum militaris non grata in Frankonia.
Welch unsäglichen Lärm rotierendes U.S.-Kriegsgerät tagtäglich über fränkische Wohngebiete erzeugt, zeigen wir hier am Beispiel von Niederoberbach, wo betroffene Bürger in einer Videodatenbank U.S.-Luftraumregelverstöße dokumentieren. Weitere solcher Videodatenbanken, die beweisrelevante Daten vorhalten, befinden sich in Westmittelfranken im Aufbau: Videoclip http://www.youtube.com/watch?v=p9oWrNikSAg

Weiter Informationen der BI "Et´z langt´s" unter : www.urlas.info

Unterstützung Deutschlands für Völkerrechtsbruch der USA steht am Pranger
Als André Shepherd in Ansbach/ Katterbach Dienst tat, um als Mechaniker U.S.-Kampfhubschrauber zu warten, war für ihn die Welt noch in Ordnung. Als er 2004 und 2005 in den Irak geflogen wurde, um zu kämpfen, war sie es nicht mehr: "Als ich las und hörte, wie Menschen von den Maschinengewehren zerfetzt oder von den Hellfire-Raketen regelrecht in Stücke gerissen wurden, und erfuhr, wie Gebäude und Infrastruktur zerstört wurden, begann ich mich zu schämen für das, was ich da tat. Vor einer erneuten Verlegung im Jahre 2007 - und zeitgleich mit der in Ansbach stattfindenden Aktionswoche des Ansbacher Friedensbündnisses/font>- entschloss er sich, sich dem völkerrechtswidrigen Krieg im Irak zu verweigern. Er verließ die U.S.-Armee unerlaubt.
Am 26. November 2008 beantragte er in Deutschland beim Bundesamt für Migration/font> politisches Asyl.
Würde das Leitbild der Bundeswehr Maßstab für seine mutige Entscheidung sein, hätte er in jedem Falle das moralische Recht auf seiner Seite. Denn Deutschland fordert von einem Staatsbürger in Uniform/font> dass er "den militärischen Dienst als einen Beitrag zur Landesverteidigung, aber auch zur Sicherung des Friedens und der Menschenrechte in der Welt begreift und bereit ist, hierfür auch unter Einsatz seines Lebens zu kämpfen.
Wir hoffen und wünschen, dass André Shepherd diesen Kampf gewinnt. Denn im Gegensatz zum ehemaligen U.S.-Außenminister Colin Powell/font>&, der heute (sozial gut abgefedert) sein damaliges JA zum Irak-Krieg als „Schandfleck“ in seiner Karriere bedauert, steht für André Shepherd persönlich mehr auf dem Spiel - heute wie damals.
Weitere Infos
Bericht von der Pressekonferenz in Frankfurt/Main am 27. 11. 2008, auf der André Shepherd der deutschen Öffentlichkeit seinen Asylantrag vorstellte/font>
Presseerklärung des Ansbacher Friedensbündnisses vom 6. 12. 2008/font>
Dokumentation über den Einsatz von Uran-Munition im Irak:
Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra /font>
(WDR/ 26.04.2004, 22.30 Uhr, 45 Minuten)<//font>
13. November 2008/ Bürgerinitiative "Etz langts!" legte sich quer
Die Urlas-Thematik - ein gordischer Knoten?
Vor der außerdordentlichen und öffentlichen Sitzung des Ansbacher Stadtrates, die im Tagungszentrum Onoldia stattfand, legte sich die Bürgerinitiative "Etz langts!" quer. Diese Aktion richtete sich nicht gegen die parlamentarischen Vertreter der Stadt, sondern gegen die weitere Militarisierung unserer Heimat durch die U.S.-Armee. Provoziert fühlten sich denn auch nur zwei U.S.-Soldaten im Gefolge von U.S.-Offizieren. Eine mögliche Rangelei wurde jedoch durch die deutsche Polizei laut Augenzeugenberichten bereits im Ansatz erfolgreich unterbunden.
Die Stadtratssitzung, an der als Vertreter der U.S.-Armee der Standortkommandeur und der Kommandeur der hier stationierten militärischen Kampfverbände teilnahmen, offenbarte ein Dilemma, das einem gordischen Knoten gleicht: Der neue Ansbacher Stadtrat beginnt sich in die Urlas-Thematik "einzuarbeiten", die laut Staatlichem Bauamt doch längst entschieden ist. Man gehe davon aus, so die anwesenden staatlichen Vertreter, dass die geplanten Ausbauarbeiten auf dem Urlas noch im November 2008 beginnen. Am 29. November 2008 wurde bekannt, dass der Bauauftrag bereits vergeben ist.
Parlamentarische Nachfragen zu völkerrechtlichen Aspekten der U.S.-Militärpräsenz in Ansbach mit Blick auf das deutsche Grundgesetz blieben unbeantwortet. "Bedauerlicherweise", so Standortkommandeur Oberst Hickey, gebe es in Völkerrechtsfragen niemanden am U.S.-Standort, der kompetent dafür sei. Man führe lediglich Befehle aus Washington aus. Stattdessen sei aber bis ins Detail die Einhaltung des deutschen Baurechts gewährleistet. Nicht nur die alten Bunkeranlagen der Patriot-Raketenstellungen auf dem Urlas, sondern selbst die nicht mehr benötigten Hundezwinger würden fach- und normgerecht nach deutschem Recht, das die deutsche Bauverwaltung konsequent durchsetzt, entsorgt.
Der Antrag der Offenen Linken zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm der U.S.-Militärhubschrauber wurde kurz vor Mitternacht mit einer Begründung abgewiesen, die in wesentlichen Punkten erstaunt und der Überprüfung bedarf. Insofern dürfte die Urlas-Thematik nicht nur bei der Offenen Linken auch weiterhin parlamentarisch aktuell bleiben. Und vielleicht gelingt es dem Ansbacher Stadtrat demnächst ja sogar auch Ansprechpartner in Sachen Völkerrecht und Grundgesetz zu finden, die ausreichend kompetent sind, um auf drängende Fragen verbindlich zu antworten.




Ansbach, 18. Juni 2008:
Aktionstag des Ansbacher Friedensbündnisses
Wie das Ansbacher Friedensbündnis (AFB) informiert, wird am Mittwoch, 18. Juni 2008, der ehem. Feldwebel der U.S.- Marines, James Gilligan, auf Einladung des AFB nach Ansbach kommen. Dabei wird er vom Vorsitzenden der IVAW-Sektion Europa, Chris Capps-Schubert, begleitet, der 2007 bereits an mehreren Aktionen des AFB beteiligt war. Folgende Aktionen sind geplant: